Von Fiji nach Vegas: Eine Fotogeschichte

7 08 2007

In Auckland in den Flieger gestiegen erwarteten uns gleich Suedseemelodien und Stewardessen in Hawaii-Hemden. Fiji dagegen empfing uns erst einmal mit etwas Regen. Um 18 Uhr fuhren wir vier Stunden vom Flughafen Nadi (sprich ‘Naendi’) in die Hauptstadt Suva, wo wir im mehr dreckig als rechten Colonial Inn pennten. Von Nadi bis zum Hostel waren nur Einheimische unterwegs.
Am naechsten Morgen setzten wir uns in zwei Busse und fuhren ins Waidalice Village an die Bruecke, wo uns das Boot der Insel abholen sollte.

Da das Wetter draussen auf dem Meer wohl zu windig war, konnte das kleine Boot nicht ablegen. Wir durften zwei Stunden in dieser schoenen Huette warten. Was wie ein altes Abrisshaus aussieht, ist ein Wartehaeuschen seit Jahren im Bau. Fiji-Time halt.

Nach dreissigminuetiger Bootsfahrt auf der Insel angekommen erwartete uns quasi dieses Bild. Die gesamte Insel mussten wir uebrigens mit etwa neun anderen Leuten plus ein par Locals teilen. Zu Fuss konnte man Leleuvia easy in 20 Minutne umrunden.

Unser Quartier fuer die drei Naechte war die rechte Bure, ein paar Meter vom einen Ufer entfernt, ein paar mehr Meter vom obigen Strand.

Ja, es sieht wirklich aus wie im Bilderbuch. Stefan aus der Pfalz und meine Wenigkeit machen sich per Kayak auf zur Inselumrundung, was gegen Stroemung und Wellen auf einer Seite gut in meine extrem muskuloesen Arme ging.

Alein zu zweit auf dem Ozean: Zum Sonnenuntergang paddeln.

Unser Koch hat das Abendessen gewaschen: Barracudas. Schmecken gut!

Der Baskeballplatz Fiji-Style. Heisst aber wohl Ringball und hat andere Regeln. So z. B. darf der Ball nie auf den Boden fallen, wenn man unserer Uebersetzerin J.A. K. glauben will.

Aus dem Fenster unserer Bure konnte man auf den Strand spucken.

Das ist der besagte Strand. ;-)

Abends sangen die Locals kitschige Fiji-Songs zur Kava-Zeremonie.

Touris und Locals sassen im Kreis und sueffeln Kava -> Wasser mit einer Wurzel (?) darin aufgeloest. Nach einigen Bechern soll es einfahren, es gibt sogar Einfuhrlimits in den meisten Laendern, aber irgendwie sollte es fuer uns nicht sein.

Der Zeremonienmaster ruehrt eine neue Runde Zaubertrank an.


Am naechsten Morgen hisste Shorty gleich wieder Fijis Flagge.

Palmen, tuerkisfarbenes Wasser, Strand und deutsche Touris.

Ein Affe konnte gesichtet werden.

Nachmittags konnte man locker hunderte Meter von der Insel weg, und bei Ebbe zigtausende Seesterne, Wasserschlangen etc. zu bewundern.

Die Nachbarinsel, sieht zum Greifen nah aus, ist aber einiges entfernt

Von der ‘Ebbewanderung“ zurueck: Julia faedelt gefundene Muscheln auf, Shorty guckt skeptisch in die Kamera.

Abends. Dieses Mal kein Kava, dafuer Krabbenrennen. Ein Renntier zu finden war kein Problem, denn der halbe Strand kriecht in irgendeine Richtung. Schiedsrichterin war Lena, die Resortleiterin.

Julia schreit Deutschland zum zweiten ueberragenden Sieg. England (li.) und Italien (re.) gucken dumm aus der Waesche.

Das widerliche Fiji Gold – Bier loeste dieses immerhin etwas bessere Bierchen ab. Zum Glueck gar nicht klischeehaft, eine Dose mit Palmen, Strand und so..

Die Insel Leleuvia war eigentlich wie im Bilderbuch, und fuer das wenige Geld war der Ausflug super. Einziges riesiges Manko: Die jeweils drei Toiletten im wunderschoenen Sanitaerhaueschen fuer Touris und Locals werden anscheinend nie geputzt. Was das angeht, waren unsere Daerme aber sehr gnaedig mit uns. :-)

Nach zehn Stunden im Flieger dann LAX: Flughafen Los Angeles. Der Flugahfen macht soviel Lust auf mehr, dass man am liebsten gleich weiterfliegen moechte. Unzaehlige Schilder beweiraeuchern die US-Grenzkontolleure, erlauetern ihre Aufgaben und preisen sie nochmals gen Himmel. Nach Fingerabdruecken und Lichtbild durfte ich mit einer extrem dicken dunklen Zoellnerin zum Interview mitgehen.
Insgesamt eine der wohl haesslichsten Staedte der Welt verliessen wir dann zwei Stunden spater in unserem Mietwagen Richtung Las Vegas. Anstatt wie gebucht den kleinsten Fuenftuerer bekamen wir einen silbernen Chrysler PT Cruiser. Easy.

Nach wegen Stau aufgrund Waldbrands viel zu langer Fahrt empfing uns Vegas auch dieses Mal bunt schillernd. Unser Schloss war das Excalibur.

Sonntagmorgen gab es gemuetlich Champagnerbrunch am Buffet, Montags ‘nur’ Buffet.

Waehrend der Strip tagsueber fast tot daliegt und sich alle vom Vorabend erholen oder in den riesigen Pools der Hotelanlagen planschen, verwandelt sich Vegas spaetestens mit Einbruch der Dunkelheit in das weltweit bekannte Gemisch aus Glitzer, Spiel und Sex.

An jeder Ecke stehen schmierige Hispanics und streiten sich darum, wer die Visitenkarte mit der haesslichsten (Telefon-)Hure verteilt.

Wer ist cooler? Madame Tussauds.

Kleiner Mann, viel Geld. Grosse Frau, wenig Geld. Madame Tussauds.

Ein bisschen Neonreklame gibts ab und zu mal zwischendurch.

In diesen Hallen verlieren amerikanische Hausfrauen ihr Putzgeld. ;-)

Julia leert die Reisekasse…

…was mich dazu zwingt, sie wieder aufzufuellen. ;-)

So, jetzt sind wir in unserem Hostel in Venice Beach (der Weg dahin fuehrte u.a. an einem Tommy-Outlet vorbei -> der bankautomat spuckte in LA dann kein Geld mehr fuers Hostel aus ;-)) und schreiben den wohl letzten Blogeintrag waehrend unserer Reise. Wer alles durchgelesen, darf als Beweis gern eine Runde geistigen Duennschiss ablassen.

Die Spaghetti-Factory in Hollywood hat uebirgens seit Mitte Juni zu! Scheisse!


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Eine Antwort

10 08 2007
konrado

wenn dann hoechsten geistigen dickschiss :)

was denn fuer ne spaghetti factory?? werden da italiener hergestellt?? is ja eklig!!!

mann vegas sah ja echt geil aus , da muss ich hin reich werden :)

kommt eim so vor als waert ihr nur 3 oder 4 tage auf fiji gewesen aba war wohl laenger….

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