Der fliegende Campervan

19 07 2007

Gestern Christchurch, heute Queenstown, morgen schon die Gletscher: Der fliegende Britz ist wieder unterwegs. Zwischen Bergen, Baeumen, Kuehen und, natuerlich, Schafen wursteln wir uns seit einigen Tagen durchs nicht ganz so winterlich wie erhoffte Neuseeland. Wer gern Baeume umarmt und mit Tieren spricht, ist hier richtig aufgehoben. Ansonsten muss das ganze Geld fuer irgendwelche mehr oder weniger unsinnigen Funsportarten ausgegeben werden, was aufgrund der momentan herrschenden Temperaturen nicht als das Gescheiteste erscheint. Bisher haben wir uns nur Eislaufen am Lake Tekapo gegoennt. Schoen wars, auch wenn Julias Schaedel erstmal Bekanntschaft mit der harten Oberflaeche gemacht hat. Der auf der Nordonsel geplante Skydive faellt damit flach. Tekapo war unsere erste Station nach Christchurch, wo wir erstmal in eine Warmup-Party der Kiwis fuer das am Tag darauf folgende Freundschaftsspiel der All Blacks gegen die Springboecke aus Suedafrika gekommen sind. Rugby. Wen’s interessiert..
Entgegen aller Geruechte und Auskuenfte freundlicher Kiwis sind die Wintersportgebiete uebrigens nicht guenstig. Deswegen haben wir uns fuers Vorbeifahren entschieden. ;-) Das prophezeite Schneetreiben blieb aus, genauso wie die ach so eisigen Strassen, vor denen uns die Tante von Britz gewarnt hat und uns den Gebrauch von Schneeketten hundertprozentig vorausgesagt hat. Das einzig aussergewoehnliche auf den Strassen bisher war, als ein Jeep hinter uns zum Ueberholen ansetzte und irgendwie nicht rechts neben uns auftauchte. Im Seitenspiegel sah ich ihn einige hundert Meter hinter uns in die zum Glueck leicht ansteigende Boeschung rasen und sich dann mehrmals ueberschlagen. Es hielten gleich mehrere Fahrer an und sprinteten zum etwas zerbeulten Jeep (der entgegen Hollywood und auch Kobra 11 nicht bei leichtestem Kontakt mit Fremdkoerpern explodiert), als gehoerte so etwas zur Tagesordnung.

Nach Queenstown wollten wir eigentlich nach Wanaka. Von dessen Qualitaet nicht so ganz ueberzeugt duesten wir gleich weiter bis zum Fox Glacier. Am naechsten Tag marschierten wir durch einen ehemaligen Gletschersee entlang eines Flusses zum Franz Josef Gletscher – und das alles bei herrlichem Sonnenschein (statistisch gesehen regnet es hier jeden zweiten Tag).

Naechster Tag irgendwelche Blowholes an der Kueste, danach Westpoint mit der lustigen Robbenkolonie im Sonnenuntergang.
Gerade sitzen wir in Nelson und ueberlegen, ob wir morgen in den Abel Tasman NP sollen. Julia hat Bock, ich dagegen wuerde am liebsten nach Auckland hoch fahren und dort auf unseren Flieger nach Fiji warten.

Im Camper macht es natuerlich wieder Spass, der Heater laesst uns zum Glueck nicht im Stich. Hier haben wir gerade 14 Grad und Sonne, Sonne, Sonne, also beschweren brauchen wir uns nicht wirklich. Melbourne war kaelter. A propos: Australienreisende, verkuerzt Aufenthalte in Sydney und verbringt mehr Tage damit, Melbourne in engen Gaesschen kaffeetrinkend zu durchbummeln.

Das Internet ist immer noch teuer, und unsere Zeit wird taeglich knapper. ;-) Deswegen kommen die naechsten Bilder und mehr Texte ueber Melbourne und Neuseeland wohl erst aus Auckland, evtl. schon Wellington.


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Eine Antwort

22 07 2007
eintracht

he, was sind die leute faul – keine kommentare!
die haben wohl schon alle ferien!?!
so lange ihr nicht mit eurem camper durch die gegend fliegt, ist ja noch alles im grünen bereich.
grüße, umarmungen, küsschen und alles, was ihr euch wünscht

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